Ich werde politisch aktiv – doch ganz sicher nicht in einer Altpartei.
Wie mindestens jeder zweite Österreicher bin auch ich zutiefst unzufrieden mit den bestehenden Zuständen.
Ich spüre diesen drängenden Impuls, etwas zu verändern. Doch wie fängt man an?
Wie bewirkt man als Einzelner etwas in einem System, das Jahrzehnte Zeit hatte, sich zu korrumpieren und sich bis in die tiefsten Säulen unserer Demokratie zu verwurzeln?
Wer versucht, in der etablierten Politik Fuß zu fassen, merkt schnell: Echte Veränderung wird dort mit allen Mitteln verhindert.
Die Suche nach Werten
Welche Partei lebt heute noch die Werte, die wir von einer aufrichtigen Politik erwarten?
Wer handelt wirklich im Sinne der Bürger und nicht für den eigenen Machterhalt?
Wo ist die Partei, die Gesetze erlässt, um die Bevölkerung zu stärken und die Privilegien der Politiker zu beschneiden?
Eine Kraft, die Korruption konsequent unterbindet und mit aller Härte abstraft?
Eine Partei, deren oberste Priorität der Wohlstand der eigenen Bevölkerung ist?
Ich rede hier nicht von weltfremden Träumereien. Ich rede von Anstand, Ehrlichkeit und dem Verzicht, Steuergelder zu veruntreuen.
Das sind keine politischen Sonderforderungen – das ist das fundamentale Fundament, das jede Partei haben müsste!
Wer diese Grundwerte nicht besitzt, gehört aus jedem Amt verbannt, anstatt weiter vom Steuerzahler durchgefüttert zu werden.
In einer Altpartei etwas bewirken? Unmöglich.
Welche der etablierten Parteien würde jemanden wie mich mit offenen Armen aufnehmen?
Jemanden, der Korruption und Verantwortungslosigkeit schon vorab den Kampf ansagt?
Der echten Verzicht und den Abbau von Macht verlangt?
Keine einzige!
Das ist die traurige Realität der österreichischen Politik: Wer internen Bürgerverrat aufdeckt, dessen Karriere ist beendet.
Dort steht das Wohl der Partei immer über dem Wohl der Bürger.
Dabei sind diese Punkte völlig parteineutral.
Es sind Grundwerte, die jeder einzelne Politiker besitzen muss, der sich auch nur ansatzweise anmaßt, über die Zukunft der Menschen bestimmen zu wollen.
Doch das, was in den letzten Jahrzehnten ans Licht kam, ist nur die Spitze des Eisbergs.
Es sollte jedem klar sein: Die Altparteien sind keine Option mehr.
Sie haben uns zu oft belogen.
Läuft etwas schief, wird ein Bauernopfer entsorgt – und die Partei, die angeblich von nichts gewusst hat, macht ungestraft weiter wie bisher.
Die bittere Lüge der Alternativlosigkeit
Um den Status quo zu schützen, wird den Bürgern ein Märchen erzählt.
Alternativen, die bei den falschen politischen Spielen nicht mitmachen, sollen kein Gehör finden.
Uns wird eingeredet:
„Kleinparteien können nichts verändern.“
„Jede Stimme an eine Kleinpartei ist eine verlorene Stimme.“
„Wer Kleinparteien wählt, stärkt anteilig die Parteien, die es zu verhindern gilt.“
„Man muss taktisch wählen, um Partei/Koalition X zu verhindern!“
„Nützt euer Wahlrecht! Geht wählen! Aber ja nicht Kleinparteien wegen der verlorenen Stimme!“
Das ist die gezielte Erzählung derer, die ihre Sessel absichern wollen.
So wird der Wähler manipuliert und von seiner freien Entscheidung abgehalten.
Das freie, unabhängige und geheime Wahlrecht ist unser wichtigstes Gut – aber wehe, man wählt nicht so, wie es vorgegeben wird.
Wir müssen aufhören, uns auf die Meinung jener Parteien zu verlassen, die neue Alternativen totschweigen.
Wir müssen uns aktiv mit Alternativen beschäftigen, denn von alleine wird sich im System nichts bewegen.
Von alleine fangen diese Parteien nicht wieder an, ehrliche Politik zu machen.
Denn wer „taktisch“ immer nur das zweitbeste wählt,
wird nie bekommen was er wirklich will.
Ich habe aufgehört zu suchen. Ich habe angefangen zu handeln.
Packen wir’s an!
Andreas Winkler
