Graz wieder lebenswert machen: Schönheit statt Schandfleck!
Schluss mit dem „Kavaliersdelikt“ Vandalismus!
Wer unsere Stadt mit Graffitis beschmiert, mit Stickern verklebt und öffentliche Einrichtung zerstört, begeht keinen Spaß, sondern eine Sachbeschädigung auf Kosten der Allgemeinheit.
Ein Graz, dessen öffentlicher Raum immer mehr einer verwahrlosten Toilettenkabine ähnelt, ist keine Stadt, aus der man Inspiration und Lebensfreude schöpft.
Es ist ein seelischer Anschlag auf uns alle, wenn wir diese Schandtaten tagtäglich ertragen müssen.
Ein lebenswertes Graz braucht sozialen Respekt.
Wir haben kein Budget für die ständige Reinigung mutwilliger Zerstörung – deshalb müssen wir das Problem an der Wurzel packen:
Schönheit bewahren, Ordnung einfordern und Konsequenzen ziehen.
Als ich zuletzt in Straßburg war und mich an dem schönen Stadtbild erfreute, erinnerte ich mich an folgendes Bild und zog nachdenklich einen Vergleich mit Graz.

Die tiefere Botschaft dessen sei mal dahin gestellt, was mich zum Nachdenken bewegt hat war:
Ja, die Seele, das innere Auge schaut mit und wird beeinflusst von dem was es täglich vorgesetzt bekommt.
Es beeinflusst dich im Handeln und Denken.
Eine saubere, ästhetisch ansehnliche Stadt inspiriert und motiviert.
Es macht etwas mit einem, ob man täglich verschmierten tristen Beton und Müll vor Augen hat, oder kunstvoll verzierte Wände, Blumen und Kunsthandwerk an jeder Ecke.
Ein Spaziergang durch unsere Stadt sollte Freude bereiten, nicht Ärger über Schmierereien und Verfall.
Doch das aktuelle Stadtbild spricht eine andere Sprache: Beschmierte Wände, wahllos verklebte Sticker, zugemüllte Ecken und marode Leerstände prägen immer mehr Straßenzüge.
Damit ist jetzt Schluss.
Wer unsere Stadt liebt, der pflegt sie. Wer sie mutwillig zerstört, muss die Konsequenzen spüren.
1) Null Toleranz bei Vandalismus – Schluss mit dem Täterschutz!
Graffiti-Schmierereien und illegales Bestickern sind keine „Kavaliersdelikte“.
Es ist asozial, das Eigentum anderer und erst recht, das der Grazer, das Antlitz unserer Stadt zu zerstören.
Jede Reinigung kostet Geld der Grazer Steuerzahler – Geld, das an anderer Stelle fehlt.
Geld und Ressourcen, welche wir nicht haben!
Wenn aufgrund der Finanzsituation überhaupt noch ordentlich von Grund auf gereinigt wird.
- Härtere Strafen: Vandalismus muss bei Nachweis massiv bestraft werden.
- Schadenersatz konsequent einfordern: Wer verunstaltet, zahlt. Wir brauchen eine Justiz, die das Gemeinwohl schützt und nicht die „Freiheit“ derer toleriert, denen unsere Stadt egal ist.
2) Die „Broken Window Theory“: Wehret den Anfängen!
Wissenschaftliche Studien zeigen: Wenn der erste Dreck liegen bleibt und das erste Graffiti bestehen bleibt, folgt mehr.
Man ist oft nicht der Erste, aber sobald ein Bereich bereits versifft ist, sinkt auch die persönliche Schwelle für Ordnung zu sorgen massiv.
Dazu im Gegensatz, wenn auf Sauberkeit geachtet wird und Schönheit besteht, schauen auch die Menschen miteinander eher darauf, dass dieser Zustand erhalten bleibt.
Wir lassen es nicht zu, dass die Grazer Viertel nach und nach „versiffen“.
- Sofort-Reinigung: Bekannte Müll-Hotspots werden mit ausreichend Mistkübeln versorgt und priorisiert gereinigt.
- Wandbereinigung: Schmierereien im öffentlichen Raum müssen innerhalb kürzester Zeit verschwinden, um Nachahmer abzuschrecken. Täter müssen im Sinne aller Grazer zur Gänze zur Kassa gebeten werden.
3) Leerstand mit Leben füllen – Schandflecken aufhübschen
Marode Schaufenster und verwaiste Auslagen sind Gift für das innere Auge und die Seele der Grazer.
Man muss dafür keine teure Umfrage starten, um zu wissen, dass dieses Thema, allen voran die Annenstraße, für viele Grazer ein Problem ist.
Temporäre Pop-Up Shops oder Kurzmiete für Vereine und gute Zwecke ist ein Anfang, allerdings nur eine kurzfristige Lösung.
Bei dauerhaftem Leerstand braucht es eine dauerhafte Gestaltung.
- Gestaltungspflicht für Leerstände: Leerstände in der Innenstadt dürfen nicht zur Müllhalde verkommen. Besitzer werden in die Pflicht genommen, ihre Fassaden und Auslagen sauber zu halten.
- Verschönerungs-Offensive: Wo private Eigentümer untätig bleiben, muss die Stadt aktiv werden. Kunst statt Dreck, ansprechende Schaufenstergestaltung statt „Ranz“.
Dazu noch eine kleine persönliche Geschichte aus dem Jahr 2017, als die Unterführung beim Steinfeldfriedhof gereinigt wurde:
Im Hochsommer durfte ein armer Arbeiter die gesamte Unterführung im Schutzanzug sandstrahlen.
Die meisten wissen gar nicht, was für ein mörderisches Klima nach nur wenigen Minuten, noch dazu im Sommer, in solch einem Vollgesichtsschutz herrscht.
Persönlich durfte ich es jeweils nur kurzzeitig erleben, es ist recht schnell eine Qual.
Ich bin damals auf meinem täglichen Weg zur FH mit dem Rad vorbeigefahren und konnte diese mühevolle Arbeit mitverfolgen.
Nur um kurz darauf zu sehen, dass die ersten Monosynaptiker die frisch gereinigte Unterführung sofort wieder mit ihrem „künstlerischen Ausdruck“ vollgeschmiert haben.
Das ist nicht witzig. Das darf man nicht verharmlosen, nicht schönreden und meine Reaktion darauf auch nicht als übertrieben darstellen. Das ist das asozialste Verhalten, das man an den Tag legen kann. Es ist eine blanke Verhöhnung dieses Arbeiters und aller Grazer!
Dafür zahlen wir Steuern, dafür verschuldet sich unsere Stadt – und genau diese Respektlosigkeit zieht sich wie ein roter Faden durch ganz Graz.
Das Auge isst nicht nur mit – das Auge lebt mit.
Warum harte Maßnahmen wichtig sind:
Wenn wir täglich auf Hässliches, Kaputtes und Dreckiges blicken, sinkt der Respekt vor unserer Stadt und unserem Miteinander.
Ein sauberes Graz ist die Grundlage für eine sichere, stolze und produktive Stadt – ein gepflegtes Umfeld inspiriert und motiviert uns jeden Tag aufs Neue.
Ich gebe euch hier ein Wahlversprechen, auf das ihr mich in den nächsten Jahren festnageln könnt:
Ein sauberes und schönes Graz ist mir ein tiefes, persönliches Anliegen. Deshalb werde ich selbst mitanpacken.
Nicht nur einmal für ein schnelles Foto vor der Wahl, sondern laufend. Denn im Gegensatz zu den Berufspolitikern ist ehrliche, physische Arbeit für mich kein Fremdwort.
Wenn man etwas verändern will, muss man machen – und nicht nur machen lassen.
Und ich werde mir von bürokratischen Hürden nicht das Handeln verbieten lassen.
Wo Schmutz ist, wird sauber gemacht. Ihr werdet mich persönlich auf den Straßen sehen – nicht beim Redenschwingen, sondern beim Arbeiten für unser Graz.
Graz verdient Schönheit. Graz verdient Sauberkeit. Graz verdient Ordnung.
Packen wir’s an – für ein Graz, in dem man sich wieder gerne bewegt!
Daher am 28.06. Andreas Winkler – MFG!
