Taten, nicht Worte.
Es ist eine Sache, was ein Politiker vor der Kamera verspricht, um Stimmen zu fangen.
Es ist eine ganz andere Sache, was er tut, wenn die Kamera aus ist.
Selbiges mit den Wahlversprechen, welche meist die Wahlnacht nicht überleben.
Es sind letztlich die Taten, nicht die Worte, die über das Kreuz am Stimmzettel entscheiden sollten.
Das Brechen von Wahlversprechen und Korruption sind ein Hintergehen der Bevölkerung.
In unseren Parteien zeigt sich immer wieder dasselbe Muster – und immer wieder werden sie mit einer Wiederwahl belohnt.
1. Politik ist Dienstleistung, kein Privileg.
In unserer Politik hat sich etwas Besonderes etabliert: Politiker stellen sich erhaben über den Bürger.
Sie lassen sich für „selbstlose Opfer“ feiern, während sie Unsummen an Steuergeldern für den Erhalt der Parteimacht verbrennen.
Mein Verständnis ist ein anderes: Als Politiker stehe ich in der Hierarchie hinter der Bevölkerung.
Ich diene den Bürgern – nicht umgekehrt. Meine Arbeit soll die Bevölkerung bereichern, nicht mich.
Ein politisches Amt ist kein Freifahrtschein, sich zurückzulehnen, sondern eine Verpflichtung, die das eigene Privatleben hintenanstellt, zum Wohle von 300.000 Grazern.
2. Wer führen will, muss sich selbst beherrschen.
Als Politiker habe ich eine Vorbildfunktion zu erfüllen.
Wie kann ein Politiker Disziplin und Opferbereitschaft von den Bürgern verlangen, wenn er selbst keine Selbstbeherrschung besitzt?
Wer für Werte einsteht, muss sie vorleben. Eine Vorbildfunktion ist kein nettes Extra, sondern die Grundvoraussetzung.
Ein Politiker hat zu leben, was er selber von den Bürgern verlangt.
Wer nicht in der Lage ist, Verantwortung für sein eigenes Leben und Handeln zu übernehmen, sollte nicht über das Leben von Hunderttausenden entscheiden dürfen.
3. Verantwortung ohne Konsequenzen muss enden.
Der Ökonom Thomas Sowell sagte treffend:
„Es gibt kaum etwas Dümmeres und Gefährlicheres, als wichtige Entscheidungen in die Hände von Leuten zu legen, die keinen Preis dafür bezahlen müssen, wenn sie daneben liegen.“
Gewählt werden und anschließend eine gesamte Legislaturperiode absolute Narrenfreiheit zu haben, ohne Konsequenzen auf Kosten der Bevölkerung, ist glatter Wahnsinn.
In der Privatwirtschaft fliegst du raus, wenn du deine Pflichten missachtest oder Verträge brichst.
Diese politische Narrenfreiheit muss ein Ende finden. Der Wähler ist der Arbeitgeber. Wer A verspricht und B tut, begeht Vertragsbruch.
Wir brauchen Mechanismen, die Fehlverhalten ahnden.
4. 100 % Verantwortung – für alle Grazer.
Als gewählter Politiker werde ich nie die Wünsche aller erfüllen können.
Aber ich bin verpflichtet, die Auswirkungen meiner Entscheidungen für alle zu prüfen. Ich habe alle einzuschließen in den Folgen meiner Entscheidungen. Auch für jene, die mich ablehnen.
Ein Politiker muss verbinden und stärken, statt die Gesellschaft in Gruppen zu spalten, die er gegeneinander ausspielt.
Ich kann als Politiker doch nicht ernsthaft dafür einstehen, dass mir ein Großteil der Bevölkerung egal ist und ich nur das durchdrücken will, was meiner Ideologie entspricht.
Ja, man kann es nicht allen recht machen, aber diesen Menschen keine Beachtung zu schenken, ist ja blanker Hohn!
ALLE Grazer rackern sich täglich ab, um diese Stadt am Laufen zu halten.
Ihre Steuern bezahlen die Gehälter und das Handeln der Politik.
Letztlich zählt: Politik für das Gemeinwohl, nicht das Klientel!
Mein Versprechen an euch:
Da die Richtung, in die sich dieses Land entwickelt, ich schon lange nicht mehr akzeptieren kann, opfere ich meine Zeit.
Für mich ist es selbstverständlich, auf persönlichen Luxus und Freizeit zu verzichten, um für die kommenden Generationen den Rest unseres Wohlstandes zu bewahren – einen Wohlstand, der nicht auf steigenden Schulden aufgebaut ist.
Hinter mir steht keine Karriere als hochgezüchteter Berufspolitiker.
Auch trete ich ganz sicher nicht an, um mich selbst zu bereichern.
Ich trete an, damit politisches Fehlhandeln endlich bestraft wird und die Macht wieder dort landet, wo sie hingehört: bei euch, den Bürgern.
Echte Veränderung beginnt mit echten Werten.
Packen wir’s an!
Andreas Winkler
