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Gas-Speicherstände in Österreich auf Tiefststand – nur wenige Vorräte gehören der Republik

von | 24. Mrz. 2022 | Allgemein

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Viele Details hinsichtlich der heimischen Gasversorgung sind nicht auf den ersten Blick ersichtlich. So zählen offenbar Gaslager zur Gesamtsumme, die nur mit dem deutschen Netz verbunden sind. Ein großer Teil der nahezu verbrauchten Vorräte gehört ausländischen Eigentümern, darauf darf rein rechtlich gar nicht zugegriffen werden. Wie knapp stehen wir wirklich vor dem Gas-Aus?

Viel niedriger kann der Gasstand in Österreich nicht mehr werden. Mit insgesamt 12,54 Prozent steht das Land am Rande des Nichts. Davon hat die meisten Vorräte nicht mehr die OMV sondern die Firma RAG. Diese erklärte bereits Ende Jänner nicht nur die prekäre Situation, sondern wies darauf hin, dass gut 80% der damaligen Vorräte (23 Prozent am 31. Jänner) ausländischen Eigentümern gehören. Andere Medien verrieten inzwischen einen der Haupteigentümer: den russischen Konzern Gazprom. 

Ebenso wäre ein Drittel der Gasspeicher nur mit dem deutschen Netz verbunden. Auch das könnte Probleme im Zugriff bedeuten.

Humor ist, wenn man trotzdem lacht: Die grüne Energieministerin Gewessler hat Anfang März einen „Lösungsvorschlag“ präsentiert: Die Gasunternehmer müssten per Gesetz zu einer Mindesbevorratung gezwungen werden. Wo diese Mengen herkommen sollen und wer sie bei den aktuellen Preisen bezahlen soll, verrät Gewessler nicht. Die Grünen haben in Wahrheit keinerlei Notfallplan für den absoluten Ernstfall. Den Gesetzesentwurf will Gewessler bis Mai fertig haben. Zu diesem Zeitpunkt könnten die Vorräte aber bereits erschöpft sein. 

Einen guten Überblick über die Entwicklung der Gas-Speicherstände – und wie sie mehr und mehr schwinden – gewinnt man auf der Seite der AGSI. Dort lässt sich auch in anschaulichen Grafiken darstellen, wie die historische Entwicklung verlief. Vor exakt einem Jahr war der Lagerstand auf 25,76 Prozent. Das ist mehr als die Hälfte des heutigen Standes. Ebenso aufschlussreich sind die Grafiken auf Gasconnect.at. Dort ist visualisiert, wie das Gas seinen Weg durch Europa nimmt. Die Hauptquelle des in Österreich verbrauchten Gases ist Russland. Hinzu kommt, dass Österreich ein Transitland für Gas ist, ein Großteil der ins Inland gelieferten Mengen geht in Richtung Italien weiter.

Die MFG fordert die Bundesregierung dazu auf, endlich ein nachhaltiges Versorgungskonzept für Österreich vorzulegen. Es macht den Eindruck, als würde man nur schockiert abwarten was passiert wie ein Passagier am sinkenden Schiff. Vor allem aber ist absolute Offenheit und Ehrlichkeit gefragt. Es reicht nicht, dass sich der ÖVP Bundeskanzler hinstellt und vor Engpässen warnt – seine Partei steht in der Verantwortung, hier proaktiv Lösungen zu schaffen. Die Zentrale Forderung in diesem Thema lautet wie bei allen anderen Themenbereichen: Neuwahlen, so rasch wie möglich. Die Regierung hat auf ganzer Länge bewiesen, dass sie vollständig überfordert ist – nun müssen andere Kräfte die Chance erhalten, das Land wieder auf einen Zukunftskurs zu bringen.

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