Der totalitäre Albtraum von digitalem Zentralbankgeld

von | 13. Jun. 2022 | Finanzpolitik | 0 Kommentare

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Beweis der Authorität

Die Idee der Blockchain und deren dezentralisierter Arbeitsweise wurden schon Anfang der 1980er das erste Mal diskutiert. Im Mainstream angekommen ist sie aber erst mit der Erfindung von Bitcoin im Jahr 2008 und der Akzeptanz desselben in den letzten Jahren.

Wie jede Technologie hat auch die Blockchain Metamorphosen hinter sich und eine davon ist die Einbindung von „Smart Contracts“, also intelligenten Verträgen. Einfach gesagt sind Smart Contracts nur kleine Programme, die bei der Erfüllung eines bestimmten Parameters ausgeführt werden. Beispiele folgen im zweiten Teil. Bevor wir uns aber der tatsächlichen Umsetzung und deren Auswirkungen auf unser tägliches Leben ansehen, müssen wir noch ein paar Dinge klären.

Grundlegend wird in der Blockchain Welt in Proof of Stake und Proof of Work unterschieden, allerdings gibt es speziell von Proof of Stake diverse Abwandlungen, wie etwa Proof of Authority. Was eine gute Idee ist um Lieferketten zu überwachen und zu vereinfachen, ist allerdings kontraproduktiv und problematisch im Umfeld der Datenkontrolle für alles was den Menschen, und im Fall von CBDCs, auch seine Finanzen betrifft. (1)

„Mich interessiert nicht, wer die Gesetze macht, solange ich das Geld kontrolliere“

Jenes Zitat von Mayer Amschel Rothschild könnte nicht treffender sein, und die Tendenzen in der EU-Zentrale dem zu folgen sind offensichtlich.

„Die jüngste Präsentation der Europäischen Zentralbank (EZB) signalisiert, dass die Anonymität der Nutzer keine wünschenswerte Funktion ist.

Deutsche Übersetzung des Artikels

Original EU Dokument – Zitat von oben auf Seite 4 des EU Berichts

Wie aber könnte nun digitales Zentralbankgeld in einer neuen Normalität aussehen?

Bargeld Ade

Um diese Dystopie eines vollständig kontrollierten Geldflusses aufzubauen, muss erstmal das Bargeld verschwinden. Dazu wird es Schritt für Schritt abgeschafft, z. B. mit Obergrenzen bei der Barzahlung. Am Ende steht die totale Abschaffung, und dies kann auch recht einfach durchgesetzt werden. Über eine Gesetzesnovelle wird sämtliches Papiergeld als wertlos definiert und kein Geschäft darf dieses mehr annehmen. Gerne kann hier über das klimaschädliche Papier argumentiert werden. Logik oder Realitätsbezug ist seit 2020 nicht mehr notwendig.

Um die Bürger aber nicht total zu verschrecken, wird eine Übergangsphase eingeleitet in dem die Menschen die Möglichkeit haben, ihr Bargeld, dass sie unter dem Polster oder hinter dem Schrank gehortet haben auf die Bank tragen können. Natürlich sind bei größeren Beträgen Herkunftsnachweise zu erbringen, ansonsten drohen empfindliche Strafen oder Abzüge bei der Einzahlung.

Intelligentes Geld

Hier nun eine kleine Geschichte um sich zu verdeutlichen, was in einer Welt ohne Bargeld und mit vollständiger Implementation von digitalem Zentralbankgeld alles möglich wäre:

Hr. Meier fährt zu schnell auf der Autobahn und wird geblitzt. Über das Kennzeichen wird der Fahrzeughalter ermittelt, eine Verbindung zu seinem Konto hergestellt und die Strafe abgebucht. All dies geschieht innerhalb von 2 Sekunden.

Daraufhin kritisiert Hr. Meier einen Regierungspolitiker auf einer Social Media Plattform. Die Kritik ist strafrechtlich relevant, also wird wieder eine Verbindung zum Konto hergestellt und eine Strafzahlung abgebucht. Ebenso erfolgt ein negativer Eintrag ins Soziale Kredit System.

Nachdem dies schon Hrn. Meiers dritter kritischer Eintrag ist, wird nun für 7 Tage sein Budget für Nahrungsmittel auf 20,00 € reduziert. Ein Einkauf für andere Dinge des täglichen Bedarfs ist generell nicht mehr möglich. Bei einem weiteren Verstoß gegen das „allgemeine Moralitätsstatut“ wird auch sein vollelektrisches KFZ vom Netz genommen, die Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln unmöglich gemacht und die Restriktionen auf die Konten seiner Familie ausgeweitet.

Wenn Hr. Meier sich benimmt ist er inkludiert im neuen System des bedingungsloses Grundeinkommens. Am Monatsersten erhält er automatisch auf sein Konto 2.000 €. Er hat dann die Möglichkeit, dieses Geld bis zum Monatsletzten auszugeben. Gibt es einen Restbetrag, verfällt dieser und sein Kontostand beträgt am nächsten Morgen wieder 2.000 €. So wird der Konsum angeheizt, denn Sparen ist nur begrenzt gewünscht. Der Staat gibt hierbei vor, in welche Produkte Hr. Meier investieren darf und wann und ob die Auszahlung erfolgt. In China ist dies schon Realität, denn warum erlauben das Menschen selbst entscheiden wofür sie ihr Geld ausgeben?

Leider ist der Staat in dem Hr. Meier lebt hochverschuldet. Aus dem Grund entschließt sich die Regierung, 10% des angesparten Gelds jedes Staatsbürgers einzuziehen. (siehe Zypern) (2)

Der nächste Schritt – Der Chip!

Um auch die Kartenzahlung abzuschaffen, selbstverständlich unter der Prämisse, dass es ja mit einem Chip viel einfacher und bequemer ist, wird nun per gesetzlicher Vorschrift die Chip-Pflicht eingeführt. Wer über diese Idee schmunzelt, sollte sich die Lächerlichkeit einer Impfpflicht im Jahr 2020 in Erinnerung rufen oder nach Schweden schauen. (3)

Wie würde das nun in der Praxis aussehen?

Sehen wir uns dazu einen Einkauf an und folgen wir wieder Hrn. Meier.

Supermärkte sehen von außen nach wie vor aus wie heute, aber Kassiere und Kassen gibt es nicht mehr, dafür aber Schleussen. Selbstverständlich ist dies nun hygienischer und viel weniger gesundheitsschädigend, da man nun keinen direkten Kontakt mehr zu Menschen hat.

Am Eingang nimmt sich Hr. Meier einen Einkaufswagen. Dazu fährt er mit der Hand in der der Chip implantiert ist über einen Scanner und ein Wagen wird für ihn freigeschalten. Danach kauft er ganz normal ein. Am Ende geht er durch eine Schleuse, welche automatisch seinen Einkauf scannt und den notwendigen Bezahlbetrag von seinem Konto abbucht. Die Daten zu seinem Einkauf werden mit seinem Sozialen Kredite Score abgeglichen und an die Behörden geschickt. Idee siehe Norwegen (4)

Dies ist allerdings der Idealfall. Hr. Meier war verstärkt verhaltensauffällig, daher öffnet sich die Schleuse heute nicht. Sein eingeschränktes Budget erlaubt nur einen Einkauf von 20,00 € pro Woche, daher muss er die anderen Artikel zurücklassen.

Der finale Schritt – Transhumanismus – Der vollständig vernetzte Mensch

Folgen wir weiter der Geschichte von Hrn. Meier, denn hier geht es aber erst los. Kauft bspw. ein Nachbar oder Fr. Meier diese für ihn verbotenen Produkte, so wird dies ebenso vermerkt. Nachdem Hr. Meier vollständig in die Schöne Neue Welt implementiert ist, wird auch sein Gesundheitsstatus von Nano-Robotern in seinem Blutkreislauf überwacht. Diese Technologie wird heute schon in der Krebsbekämpfung eingesetzt. (5)

Hr. Meier hat in letzter Zeit öfters Alkohol getrunken, daher ist ihm ein Einkauf von alkoholischen Getränken für 3 Wochen nicht möglich. Kauft nun seine Frau oder ein Nachbar Alkohol ein und macht diesen Hrn. Meier zugänglich, so stellen die Nano-Roboter fest, dass sich ein unerlaubtes Produkt in seinem Körper befindet. Selbstverständlich ist nun eine Strafe fällig, sowie weitere Einträge ins Sozial Kredit System und Einschränkungen im öffentlichen Leben nicht nur für Hrn. Meier, sondern auch für seine Frau oder den Nachbarn.

Agenda 2030 – Eine Dystopie um alle Dystopien zu beenden

Wir schreiben das Jahr 2030. Hr. Meier besitzt nichts, wird vollständig überwacht. Ist er glücklich? Wir das Zitat von Johann Wolfgang von Goethe „Was ich besitze, seh ich wie im Weiten, Und was verschwand, wird mir zu Wirklichkeiten“ zu einer Realität der wir uns allen ins Bewußtsein rufen sollten?

Also willkommen im Jahr 2030: Hr Meiser besitzt nichts, hat keine Privatsphäre, und das Leben war noch nie besser. Zumindest wenn es nach diversen selbsternannten Eliten geht. (7) (8) Was diese gerne nicht erwähnen, sie selbst werden alles besitzen und noch glücklicher sein.

Und das verträumte Österreich? Auch wenn es noch 8 Jahre dahin sind und der Weg noch weit scheint, der Plan steht auch hier ganz offen auf der Seite des Bundeskanzleramts und viele Regierungsmitglieder arbeiten fieberaft daran, dass auch hierzulande diese Visionen Wirklichkeit werden. (6)

Utopie, Dystopie oder zu viel Phantasie

Alle oben genannten Ideen sind entweder schon umgesetzt, in Planung oder zumindest auf diversen Dokumenten von „Entscheidungsträgern“ vermerkt. Die technische Umsetzung auch der schlimmsten transhumanistischen Vorstellungen ist heute schon möglich. Wie weit werden wir es kommen lassen?

Links:

(1) Deutschsprachiges Erklärvideo zu Proof of Stake und Proof of Work – https://www.youtube.com/watch?v=bw8EUfrkXXc 
(2) https://www.welt.de/wirtschaft/article114496553/Euro-Laender-bitten-Zyperns-Bankkunden-zur-Kasse.html
(3) Werbevideo über den Chip vom Deutschen Stern – https://www.youtube.com/watch?v=djFtcELz12g
(4) Norwegischer Kontrollwahn – https://tkp.at/2022/06/03/big-brother-norwegen-ueberwacht-lebensmitteleinkaeufe-der-buerger/
(5) https://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/krebs/news/nanoroboter-zerstoert-krebszellen-krebs_id_2435772.html
(6) https://www.bundeskanzleramt.gv.at/themen/nachhaltige-entwicklung-agenda-2030/ziele-der-agenda-2030.html
(7) https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/509657/Keine-Privatsphaere-und-kein-Eigentum-Die-Welt-im-Jahr-2030-nach-Wunsch-des-Weltwirtschaftsforums
(8) https://www.youtube.com/watch?v=NcAO4-o_4Ug&ab_channel=SkyNewsAustralia

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