200 Windräder für OÖ? MFG sagt klar Nein

Sep. 24, 2026 | Allgemein, Energiepolitik, Landespolitik, MFG Oberösterreich

MFG OÖ: Umfrage rechtfertigt keine Windkraft-Offensive

Die Grünen leiten aus einer von ihnen beauftragten Spectra-Umfrage die Forderung nach 200 neuen Windrädern bis 2035 und der Streichung der Windkraft-Ausschlusszonen ab. In den von den Grünen veröffentlichten beiden Kernfragen wurde jedoch weder nach 200 Windrädern noch nach der Abschaffung der Ausschlusszonen gefragt. Abgefragt wurde, ob Windkraft ein wichtiger Bestandteil des Energiemixes sei und ob ihr Ausbau deutlich beschleunigt werden solle.

 

„Unsere Position ist eindeutig: Die MFG OÖ lehnt einen weiteren Ausbau der Windkraft in Oberösterreich ab. Eine allgemeine Zustimmung zur Windkraft ist kein Freibrief für 200 zusätzliche Großanlagen und schon gar nicht für die Abschaffung von Ausschlusszonen“, erklärt LAbg. Manuel Krautgartner, MFG-OÖ-Klubobmann.

 

Dabei steht die Behauptung der Grünen, Oberösterreich verfüge über ein „riesiges“ Windkraftpotenzial, im deutlichen Gegensatz zur fachlichen Bewertung der Oö. Umweltanwaltschaft. Diese kommt zu dem Ergebnis, dass das tatsächliche Potenzial für Windenergienutzung in Oberösterreich als gering einzustufen ist. Als wesentliche Faktoren nennt sie unter anderem natur- und landschaftsschutzfachliche Grenzen sowie gesetzliche Abstandsbestimmungen zu bewohntem Gebiet.

Auch die Systemfrage darf nicht ausgeblendet werden: 2025 waren in Österreich an 215 Tagen Redispatch-Maßnahmen notwendig, die Kosten von 87,2 Millionen Euro verursachten. Die APG betont selbst, dass erneuerbare Erzeugung, Netzausbau, Speicher und weitere Systemkomponenten gemeinsam entwickelt werden müssen. Ein Ausbau der Stromerzeugung kann nicht losgelöst von Netz- und Speicherinfrastruktur betrachtet werden.

Krautgartner: „Oberösterreich ist kein ausgeprägtes Windland. Natur und Landschaft dürfen nicht für ein politisch festgelegtes Ausbauziel von 200 Windrädern zur Verfügungsmasse werden. Fachlich begründete Ausschlusszonen dürfen nicht beiseitegeschoben werden, nur weil sie den Ausbauplänen der Grünen im Weg stehen.“

 

Rückfragehinweis:
MFG Oberösterreich

(+43 732) 7720 – 17402
presse-ooe@mfg-oe.at
www.klubmfg-ooe.at

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