Die Impfpläne von Österreich und Israel

von | 15. Feb. 2021 | Gesundheitspolitik | 0 Kommentare

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Kanzler Kurz war bekanntlich diese Woche wieder bei Israels Premier Netanjahu, der ihn ja schon vor einem Jahr auf das Corona Virus aufmerksam gemacht hatte. Zu befürchten ist, dass Kurz nun den ausufernden Impf-Plänen Israels folgen wird. Und das abseits von allen wissenschaftlichen Erkenntnissen.

Der ORF berichtet von der Kurz Reise nach Israel:

Man müsse sich darauf vorbereiten, dass man in den nächsten Jahren immer wieder gegen Covid-19 impfen müsse…“

Schon vor der Reise war im ORF zu lesen:

Experten zufolge müssten auch in den kommenden Jahren jeweils zwei Drittel der Bevölkerung, also über sechs Millionen Menschen in Österreich, jährlich geimpft werden.“

Angesicht dessen ist es natürlich interessant was Israel, oder zumindest Netanyahu vor hat. Er kündigte am Sonntag an, dass Israel „36 Millionen Impfstoffe im nächsten Jahr kaufen oder produzieren wird.

Warum braucht eine Nation mit 9 Millionen Einwohnern, die bereits der Hälfte ihrer Bevölkerung zwei Dosen der Pfizer-Impfstoffe verabreicht hat, 36 Millionen Impfstoffe? Während der Pressekonferenz gab Netanyahu zu: „Die Impfstoffe, die wir haben, niemand weiß, wie lange sie halten…Wir müssen uns auf das schlimmste Szenario vorbereiten. Das schlimmste Szenario ist, dass wir jedes halbe Jahr (zweimal) impfen müssen.“ Tolle Aussichten – nur widersprechen sie jeglicher wissenschaftlicher Erkenntnis, dazu weiter unten.

Das macht also die Kurz‘schen 30 Millionen verständlicher, offenbar stellt sich Kurz auch vor, dass alle Menschen – oder zumindest jeweils 60%, die für die Herdenimmunität ausreichen würden – alle 6 Monate 2 Dosen gespritzt bekommen.

Die katastrophale Corona Bilanz Israels

Netanyahu hat eine exzellente PR Maschine und kaum jemand in der westlichen Welt traut sich ihn zu kritisieren. Aber die Tatsachen sehen nicht so gut aus. Sehen wir uns an wie sich die Zahlen entwickelt haben:

Anfangs gab es relativ wenig Probleme. Von März bis Ende Juli gab es gerade mal 500 Tote. Die wiederholten Lockdowns und anderen massiven Einschränkungen haben aber offenbar dem Immunsystem und der psychischen Gesundheit der Israelis so zugesetzt, dass die Zahl der Todesfälle bis zum Impfbeginn am 19. Dezember 2020 auf 3074 angestiegen war.

Mittlerweile hält Israel bei einer Durchimpfungsrate von 54,14% mit einer Dosis und 40,37% mit der zweiten Booster-Dosis. Die Zahl der Todesfälle ist aber bis heute auf insgesamt 5822 angestiegen. Also sind in den zweieinhalb Monaten seit Impfbeginn die Todesfälle um 2748 Verstorbene gestiegen, gegenüber 3074 Verstorbenen in den vorigen etwa 9 Monaten.

Also – in den ersten 4 Monaten waren es 500, in den nächsten 5 stieg die Zahl auf 2574 um sich in den jüngsten 2,5 Monaten auf 2748 Todesfälle zu katapultieren.

Ein Erfolg der Anti-Corona Politik sieht definitiv anders aus. Wenn Kurz das weiter kopieren möchte, dann ‚Gute Nacht Österreich‘.

Impfungen und die „3. Welle“

Israel ist allerdings mit dieser Explosion der Todesfälle nach dem Beginn der Impfungen nicht allein. Ähnliches ist in allen Ländern mit hohen Impfquoten passiert, wie etwa dem UK, Malta, Seychellen, Portugal oder Monaco.

Gibraltar ist besonders krass: bis Impfbeginn hatte die Bevölkerung von 34.000 Einwohnern gerade 7 Todesfälle zu beklagen, mit Impfbeginn ist die Zahl auf mittlerweile 93 hochgeschnellt.

Auch in Österreich berichten tkp.at-LeserInnen, dass in Heimen wo monatelang kein Fall mehr aufgetreten ist, seit Impfbeginn wieder Covid-19 grassiert. Und auch Todesfälle, halbseitige Gesichtslähmungen und ähnliches werden vermeldet. Im britischen Yellow Card Meldesystem der MHRA finden sich mittlerweile für die Periode vom 9. Dezember bis zum 21. Februar:

  • Pfizer: Reactions: 85,179 Blindness: 12 Deaths: 212
  • AstraZeneca: Reactions: 157,637 Blindness: 23. Deaths: 244

Da dies ein passives Reportingsystem ist, gibt es ein starkes Underreporting – wahrscheinlich werden nur rund 20% der tatsächlichen Fälle erfasst.

Aber das alles erklärt nicht wieso Infektionen und Todesfälle so stark gehäuft nach Beginn der Impfungen im ganzen Land und auch in den Heimen oder anderen organisatorischen Einheiten auftauchen. Erklärung habe ich bisher keine dafür gefunden, es wird aber von offizieller Seite nicht geforscht. Es herrscht eher eine Impfungs-Todesfall-Leugnungs-Mentalität. Covid Tote werden auch nach eine Autounfall gezählt, wenn sie nur 4 Wochen vorher einen positiven Test hatten, Todesfälle nach Impfungen sind den Vorerkrankungen oder dem Alter geschuldet, mehr interessiert offenbar nicht.

Ich könnte mir vorstellen,das Virus schon so ziemlich alle Menschen erreicht hat, es sich aber weitgehend still verhält, bis es wegen Abschwächung des Immunsystems eine Chance zum Losschlagen erhält. Und eine massive Schwächung des Immunsystems wurde bei den klinischen Versuchen festgestellt, wo die Zahl der T-Zellen in den Tagen nach der Impfung in den Keller fallen und damit dem Virus eine gute Chance zum Angriff bieten.

Wir tragen immer eine Reihe von weitgehend inaktiven Viren mit uns herum, die nur auf ihre Chance warten. Bei mir sind es labormedizinisch erfasst EBV- und Zoster-Viren und wahrscheinlich noch einige andere, von denen ich nichts weiß. Solche Ausbrüche erfolgen dann nach einer übermäßigen Anstrengung wie etwa nach einem Marathon oder einfach einer starken Unterkühlung. Das lässt dann die gewöhnlichen Erkältungs-Coronaviren aktiv werden, die wir bekanntlich die meiste Zeit unerkannt mit uns herumtragen.

Wenn also diverse Gesundheitsminister und VirologInnen von steigenden Zahlen und der Gefahr einer 3. Welle reden, so sprechen sie von der zu erwartenden Impf-Welle.

Das Virus wird sich abschwächen

Wir wissen, dass sich Viren durch Mutation im Laufe der Zeit abschwächen. In einer begutachteten in Science veröffentlichten Studie hat die US-Infektiologin Jennie Lavine Modelle entwickelt, die zeigen wie sich das Coronavirus zu einem endemischen Erreger entwickeln wird, ähnlich den vier bereits endemisch gewordenen Erkältungsviren. Die Zahl der Infektionen beleibt konstant, Erkrankungen verlaufen aber erheblich leichter, wie das bereits bei vier anderen Arten des Coronavirus der Fall ist. Lavine und ihre Mitarbeiter gehen daher davon aus, dass auch Sars-Cov-2 langfristig harmlos für die Menschheit werden wird.

Damit werden Impfungen bald genau so sinnlos wie gegen eben diese endemischen Corona-Viren, die gerade mal eine leichte Erkältung hervorrufen.

Gute Immunität gegen Varianten durch Infektion und Impfung

Aber wie sieht es bis dahin aus? Die Topp Immunologen – die beruflich dazu im Gegensatz zu Virologen kompetent sind – Shane Crotty und Alessaandro Sette haben kürzlich eine Studie veröffentlicht, in der sie zeigen, dass die T-Zellen-Immunität gegen alle bekannten Varianten voll funktionsfähig ist. Und das auch dann, wenn einige der Antikörper die Variante nicht erkennen und egal ob die T-Zellen nach einer natürlichen Infektion oder nach einer der derzeit gängigen Impfungen gebildet wurden.. Von daher gibt es also keine Probleme.

Eine Studie aus dem Jahr 2020 hat nach 17 Jahren bei allen untersuchten SARS-! Rekonvaleszenten funktionsfähige T-Zellen vorgefunden, die auch SARS-Cov-2 erkannt haben. Es ist nicht einzusehen, warum das bei SARS-Cov-2 anders laufen sollte, noch dazu wo es in vielen Studien nachgewiesen wurde.

Fazit

Da die massenhafte Impfung bei uns wohl trotz der katastrophalen Organisation nicht aufzuhalten sein wird, ist wie in Israel, UK etc mit einem neuerlichen Anstieg der Infektionen und Todesfälle zu rechnen. Es handelt sich aber nicht um die beschworene 3. Welle, sondern ist schlicht eine Folge der Impfungen.

Danach sollte aber ein solide Herdenimmunität erreicht sein, vor allem auch angesichts der Aussage von AGES-Chef Franz Allerberger vor dem parlamentarischen Gesundheitsausschuss, der aus den in Österreich erhobenen Daten auf einen Anteil von 30% der Bevölkerung schließt, die bereits durch Infektion immun sind. Und diese brauchen nach allen bisherigen Erkenntnissen nicht mehr geimpft zu werden, geschweige denn alle 6 Monate.

Aber es könnte so laufen wie mit den FFP2 Masken und den Schnelltests – einmal eingekauft müssen sie verbraucht werden. Oder wir wehren uns endlich.

Die in Israel geplante Kennzeichnung von Nicht-Geimpfter und deren Umerziehung durch spezielle Behörden wäre bei uns (hoffentlich) nur nach Abschaffung des Verfassungsgerichtshofes umsetzbar. Obwohl ich der türkis-grünen Regierung da einiges an Hartnäckigkeit zutraue.

Bild von S. Hermann & F. Richter auf Pixabay

 

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