PV gehört auf Dächer und verbaute Flächen, nicht auf wertvolle Ackerböden.
Die Energie AG will den Ausbau der Photovoltaik vorantreiben und sucht dafür österreichweit geeignete Flächen. Auch landwirtschaftliche Nutzflächen stehen dabei im Fokus. Für die MFG Oberösterreich ist klar: Photovoltaik ja – aber nicht auf Kosten unserer Landwirtschaft.
Klare Ablehnung von PV auf grünen Wiesen und landwirtschaftlicher Nutzfläche
Die Energie AG hat einen öffentlichen Aufruf gestartet, um österreichweit geeignete Flächen für Photovoltaikanlagen zu pachten. Gesucht werden dabei nicht nur Dachflächen, sondern ausdrücklich auch Freiflächen. Die damit verbundene Ausweitung auch auf landwirtschaftliche Nutzflächen stößt bei der MFG Oberösterreich auf Ablehnung.
„Wir sagen Ja zu Photovoltaik – dort, wo sie sinnvoll ist: auf Dächern, auf Parkplätzen sowie auf bereits versiegelten oder verbauten Flächen. Was wir klar ablehnen, ist PV auf der grünen Wiese und auf landwirtschaftlicher Nutzfläche“, betont LAbg. Manuel Krautgartner, MFG-OÖ Klubobmann.
Warum Ackerland für PV nicht die Lösung ist
Diese Haltung entspricht auch der strategischen Ausrichtung des Landes: Selbst die PV-Strategie 2030 des Landes Oberösterreich sieht einen klaren Vorrang von bereits versiegelten Flächen – beispielsweise Gebäudeflächen – für die Errichtung von PV vor, während landwirtschaftliche Nutzflächen ausdrücklich nachrangig behandelt werden. So heißt es dort, dass bestehende landwirtschaftliche Flächen mit erster Priorität für die Lebensmittel- und Futtermittelproduktion zu nutzen seien. Umso unverständlicher ist es aus Sicht der MFG, wenn nun ausgerechnet fruchtbare Böden zunehmend unter wirtschaftlichen Druck geraten. Denn laut Energie AG sollen die angebotenen Zahlungen in der Regel deutlich über klassischen landwirtschaftlichen Pachtpreisen liegen.
Aus der bäuerlichen Praxis kommen dazu deutliche Warnungen. Landwirte berichten, dass großflächige PV-Projekte bestehende Pachtstrukturen zerstören und somit die landwirtschaftliche Nutzung verdrängen. Krautgartner dazu: „Wir stehen hier vor einer grundsätzlichen Entscheidung: hochwertige, regionale Lebensmittel aus kleinbäuerlichen Betrieben – oder die Umwidmung wertvoller Agrarflächen für energiepolitische Symbolprojekte.“ Diese Entwicklung gefährde nicht nur bäuerliche Betriebe, sondern langfristig auch die regionale Versorgungssicherheit.
„Der Ausbau der Photovoltaik darf nicht zulasten landwirtschaftlicher Nutzflächen gehen“, so Krautgartner weiter. „Wer Regionalität, Versorgungssicherheit und Nachhaltigkeit ernst nimmt, darf Ackerflächen nicht für eine ideologische Energiepolitik opfern.“
Die MFG Oberösterreich bekennt sich in dieser Frage klar zu Regionalität und Versorgungssicherheit. Sie lehnt einen ideologisch motivierten und ungesteuerten Ausbau von Photovoltaik ab und hat sich auch auf Gemeindeebene bereits mehrfach gegen entsprechende Projekte positioniert.
Die Forderung der MFG ist eindeutig: Stopp von Photovoltaikanlagen auf landwirtschaftlichen Nutzflächen. Der Ausbau von PV muss sich konsequent auf Dächer, Industrieareale und bereits versiegelte Flächen konzentrieren – alles andere geht zulasten der heimischen Landwirtschaft.
Rückfragehinweis:
MFG Oberösterreich
(+43 732) 7720 – 17402
presse-ooe@mfg-oe.at
www.klubmfg-ooe.at