Die Vernichtung der Klein- und Mittelbetriebe Teil 3: Handel mit Mode und Freizeitartikel

von | 11. Apr. 2021 | Innenpolitik

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Noch nie wurden in Friedenszeiten die Wirtschaft so nachhaltig an die Wand gefahren wie nunmehr seit mittlerweile mehr als einem Jahr durch die Corona Maßnahmen der Regierenden, sieht man von Ländern wie Schweden, Südkorea, Belarus, Japan und einer Reihe von US-Bundesstaaten mit Republikanischen Gouverneuren wie Florida ab.

Hier kommt die dritte Branche, die zu den am stärksten Geschädigten in Österreich und wohl auch den meisten anderen Ländern gehört: der Handel mit Mode und Freizeitartikeln. Diese Branche ist insofern besonders empfindlich, da sie noch immer sehr viele kleine Betriebe und Boutiquen hat. Servus TV brachte kürzlich im Rahmen eines umfassenderen Berichtes auch ein Interview mit einer Besitzerin einer Boutique, die unter Tränen erklärte nicht mehr aufsperren zu können, da die erratische Politik der Regierung ihre letzten Reserven aufgezehrt habe – einziger Ausweg der Privatkonkurs.

Vor dieser Situation stehen viele der kleinen Geschäfte. Wer die Winterkollektion gekauft hatte und dann am 2. November zusperren musste, ist möglicherweise auf einem bezahlten Warenlager sitzen geblieben, das mittlerweile wertlos wurde. Auch die Öffnung im Spätwinter brachte nur wenig Umsatz, denn das Einkaufserlebnis mit FFP2 Maske ist einfach unangenehm. Ein Augenschein im Februar zeigte leere Geschäfte mit weiter laufenden Kosten.

Besonders stark betroffen sind die Geschäfte im Westen des Landes in den Tourismus-Regionen. Da die Touristen ausgeblieben sind, fehlten diesen Winter wahrscheinlich 90% der Kunden. Wobei jedes Mal bei einer Öffnung die Unterstützungen ausfielen. Von Betrieben in ländlichen Gebieten ist allerdings zu hören, dass die Unterstützung durch die lokalen Geschäftsstellen des AMS unbürokratisch und rasch war. Das hilft dann zwar bei den Personalkosten, aber ändert nichts an Fixkosten wie Lokalmiete und unverkäuflichen Warenbeständen.

Hier kurz die Eckdaten der Branche laut WKO:

11.732 Unternehmen, 72.628 Arbeitnehmer, EUR 14 Milliarden Umsatz

Diese Branche steht allerdings schon länger unter Druck, unter anderem durch den Versandhandel, der in der Corona Krise nochmal sprunghaft gewachsen ist. Laut WKO hat sich seit 2010 die Zahl der Betriebe um 10 Prozent reduziert.

Konkurse in anderen Ländern

In Deutschland stieg die Zahl der Insolvenzen im März sprunghaft an. Es ist ein Horrorszenario, vor dem Experten schon monatelang warnen: eine Insolvenzwelle, die besonders und die kleinen und mittleren Unternehmen trifft, aber in zunehmenden Maß auch Private.

In Deutschland ist die Zahl der Insolvenzen im März stärker gestiegen als noch im Februar. 870 Personen- und Kapitalgesellschaften und damit 20 Prozent mehr als im Vormonat seien als insolvent gemeldet worden, teilte das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle am Donnerstag mit.

Seit Februar deute sich zudem ein starker Anstieg bei den Insolvenzen von Kleinstunternehmen und Selbstständigen an, teilten die Wirtschaftsforscher weiter mit.

Eine Umfrage in Kanada ergab, dass 53% der Befragten nur 200 Dollar oder weniger von der Zahlungsunfähigkeit entfernt sind. Die Zahl enthält 30% der Befragten, die angaben bereits insolvent zu sein. Die Unterstützungszahlungen der kanadischen Regierung haben das Problem bisher gelindert und verschleiert. Für die nächsten Monate wird eine Lawine von Zahlungsausfällen erwartet bei Krediten, Leasingraten, Steuern und Abgaben sowie bei den Kreditkarten-Rechnungen.

Der zu erwartende massive wirtschaftliche Absturz großer Teile der Bevölkerung wird auch massive gesundheitliche Probleme, Todesfälle und Verlust an Lebensjahren bringen.

Vergleicht man mit den oben genannten Ländern, so sieht man wie verrückt und schädlich die Maßnahmen der Regierungen waren und weiter sind.

Hier nochmal eine Videosequenzen, die zeigen wie es auch anders geht am Beispiel von Florida. Seit September alles offen und keine Masken:

Bild von Michal Jarmoluk auf Pixabay

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