Kunst und Kultur

Kultur ist das Erscheinungsbild der gelebten Identität einer Gesellschaft und damit das Ergebnis praktizierter, gemeinsamer Werte, die sich in Erziehung, Familie, Benehmen, zwischenmenschlichem Umgang (Aggression, Empathie) und Brauchtum widerspiegeln.

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1. Unsere Forderungen

Unsere Forderungen: 

  1. Kunst und Kultur braucht eine eigenständige Lobby.
  2. Existenzen von Kulturschaffender Menschen sichern.
  3. Der Zugang zu Kunst und Kultur darf nicht einem panischen Sicherheitsbedürfnis geopfert werden.
  4. Wir befürworten die steuerliche Absetzbarkeit von Sponsoring und Unterstützung der Kultur.

2. Kultur ist gesellschafts- und systemrelevant

Die Tatsache, dass die Politik Mitte März 2020 die Kultur als nicht systemrelevant erklärt und ohne jegliche Evidenz vollkommen abgestellt hat, ist eine Bankrotterklärung und ein unverzeihbarer Fehler der politischen Entscheidungsträger. Die Kunst und Kultur sind eine der wichtigsten tragenden Säulen der europäischen Identität und der Wirtschaft. 

Jede Gesellschaft braucht besonders in Krisenzeiten die Kultur als zukunftsweisenden und gesellschaftsvereinenden Faktor, um ihre mentale Gesundheit und Zuversicht zu bewahren und Hoffnung und/oder Ablenkung im Alltag zu erleben. 

3. Kunst und Kultur ist ein Grundrecht

Der freie Zugang zu Kunst und Kultur ist ein Grundrecht aller Menschen. Die Entscheidung, diesen Zugang zu nutzen, kann nur jeder einzelne Mensch für sich treffen, aber nicht von der Politik für eine ganze Gesellschaft verboten werden. 

Das Versagen aller Institutionen zum Schutz der Menschenrechte, nicht nur in der Kultur, muss mit Umstrukturierungen und Gesetzesänderungen in Zukunft verhindert werden können. 

Die MFG vertritt die Meinung, dass Kunst und Kultur auf nationaler und europäischer Ebene eine starke Lobby brauchen, welche die wesentlichen Voraussetzungen, wie eine stabile existenzielle Basis ohne die völlige Abhängigkeit von politischen Entscheidungen für Kunst und Kultur und besonders für die Künstler schaffen soll.

4. Existenzielle Absicherung für Künstler

Wir befürworten und planen Regelungen, die die existenzielle Sicherheit und Würde der Künstler und Kulturinstitutionen sichern, langfristige Planbarkeit garantieren und gegen willkürliche Einschränkungen durch politische Akteure /Regierungen wirken. Die Stärkung oder Umstrukturierung der Gewerkschaften, damit sie unabhängiger von der Politik und ausschließlich im Interesse der Künstler agieren. 

Wir planen, Kunst und Kultur in den Bereich Gesundheit und Sozialsystem nach dem Vorbild Finnlands einzugliedern, sowie die Kultur für den sozialen, gesellschaftlichen Zusammenhalt einzusetzen. Kultur verbindet und diese Funktion muss mehr in dem Bewusstsein der Gesellschaft verankert werden.

Wir befürworten die Wiedereinführung der schnellen und umfassenden Vernetzung auf europäischer Ebene, die der von der EU vorgesehenen „Rückgabe der kulturellen Kompetenzen auf die nationalen Ebenen“ entgegenwirkt. (Abschaffung des Kulturressorts als eigenständige Agenda) 

Wir treten gegen die Ideologisierung und den politischen „Missbrauch“ einer rückwirkenden politischen Beurteilung auf und wirken gegen die Herabsetzung der Kunst und Kultur sowie des europäischen kulturellen Erbes. (Beethoven als Rassist) 

Wir sehen die Kunst und Kultur als für die Politik und Wirtschaft als beispielgebendes, wesentliches Vorbild für einen menschenwürdigen Umgang und eine konstruktive Zusammenarbeit. Positive Fehlerkultur, Führung, Miteinander, Gleichberechtigung, all das braucht es in einem Orchester, um das große Ganze zu erreichen. Gemeinsam statt gegeneinander. 

Wir befürworten, dass die Rolle der europäischen Kunst, Kultur und des kulturellen Erbes bzw. der Tradition und der Lebensweise unmissverständlich weiterhin als die Leitkultur in Europa zu betrachten ist.