Bildung & pädagogik
edem Menschen soll es möglich sein, sich unter Wahrung seiner individuellen Interessen in seinem individuellen Tempo, durch gezielte Begleitung, Förderung und Forderung unter angenehmen menschlichen Rahmenbedingungen bestmöglich entwickeln zu können.
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Inhaltsverzeichnis
- Unsere Forderungen
- Rahmenbedingungen
- Lust am Lernen entfalten und bewahren
- Ganzheitliches Prinzip und barrierefreies Denken
- Lebendige Demokratie sichtbar machen
- Lebenspraktisches Lernen – Alltag bewältigen
- Gesunder und verantwortungsbewusster Lebensstil
- Lernen in, mit und von der Natur und Umweltschutz
- Sexualpädagogik
- Erwachsenenbildung
- Forderungen für unsere Jugendlichen
1. Unsere Forderungen
Unsere Kernforderungen:
- Lernen soll, darf und kann überall stattfinden.
- Lernen mit Herz, Hirn und Hand
- Ganzheitliches Lernen und barrierefreies Denken
- Lebenspraktisches und gesundes Lernen in, mit und von der Natur
- Entsprechende altersadäquate Unterstützungsmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche
Das Parteiprogramm bezieht sich auf die Altersgruppe von 0 – 20 Jahren sowie auf die Erwachsenenbildung. Wir verzichten bewusst auf Fachbegriffe, da wir den Inhalt für alle, auch nicht fachbereichskundige Menschen verständlich formulieren wollen.
Generell liegt der Fokus auf den Bedürfnissen der Menschen und nicht auf den vermeintlichen Erfordernissen der Wirtschaft.
Unser Ziel ist es, dass Menschen durch Bildung und Pädagogik relevante Fähigkeiten, Fertigkeiten und Grundwissen für ein erfolgreiches, selbstständiges und eigenverantwortliches Leben erwerben.
Nach seiner Ausbildung soll ein Mensch wissen:
- Was ihn interessiert und wofür er sich begeistert
- Wie er sich seine Interessensgebiete erarbeiten kann
- Wie er sich die erforderlichen Fähigkeiten dafür aneignen kann
- Wie er sich Ziele setzt und diese auch erreicht.
- Wie er gut mit sich, den anderen und der Welt zurechtkommt
- Wie er ein für sich, für die Gemeinschaft und für die Umwelt gelungenes Leben führen kann.
Der Mensch soll befähigt sein, selbstständig und kritisch zu denken, Dinge zu hinterfragen, eigenständig Lösungen finden und Zivilcourage zeigen zu können.
Selbstvertrauen durch Eigenverantwortung ist auch die Grundlage für eine positive Konfliktkultur.
Herzensbildung, Selbstreflexion der Gefühle, den Umgang mit Emotionen lernen, Mitgefühl für andere haben, schaffen Selbstvertrauen und Mut, für sich selbst und andere einzustehen und seinen Platz in der Gesellschaft finden zu können.
Dadurch ist die Entwicklung zu einem selbstbestimmten, handlungsfähigen und weltverbundenen Menschen viel leichter erreichbar. Die Beziehungsfähigkeit zu sich selbst und anderen wird erst dadurch möglich.
2. Rahmenbedingungen
Lernen soll, darf und kann überall stattfinden.
Nur in einem Umfeld, das geprägt ist durch Vertrauen und Geborgenheit, kann erfolgreich gelernt werden. Freude am forschenden und fächerübergreifenden Lernen ist die Basis für nachhaltigen Wissenserwerb. Dabei soll großer Wert auf unterschiedliche Methoden gelegt werden, die ein Lernen mit allen Sinnen ermöglichen.
Die Kultur des Ausprobierens und Scheiterns gehört zu den elementarsten Dingen der modernen Pädagogik, die sich an den neuesten Erkenntnissen der Hirnforschung orientiert.
Staatliche und nicht staatliche Bildungsstätten sollen als Ort des Lebens und des Lernens fungieren. Staatliche Bildungsförderung muss unabhängig vom Lernort gewährleistet sein.
Vielfältige Ausbildungs- und Schulformen, häuslicher Unterricht und Lerngruppen sollen gleichberechtigte Organisationsformen sein. Es werden dadurch auch Räume für individuelles, autonomes und gemeinschaftliches Lernen geschaffen und durch das Recht auf externe Prüfungen gestärkt.
Nachmittagsbetreuung, Kreativ- und Sportangebote, Übungszeiten und Förderangebote tragen zusätzlich zur selbst gestalteten Entwicklung bei.
Kleinere Gruppengrößen (unter 20 Lernende, je nach Alter eher noch weniger) sind der Grundstein, damit forschendes und fächer-/bildungsbereichsübergreifendes Lernen optimal pädagogisch betreut werden kann.
3. Lust am Lernen entfalten und bewahren
Lernen mit Herz, Hirn und Hand
Natürliches Lernen passiert durch das Prinzip des forschenden, aktiven Lernens. Dies beinhaltet eine Lernkultur des Ausprobierens. Durch selbstständiges Erfahren, eigenständiges Denken und Experimentieren können eigene Lösungsansätze ermöglicht und der kreative Ausdruck gestärkt werden. Auch aus Fehlern zu lernen, ist dabei ein wichtiger und wertvoller Bestandteil dieser Lernform.
Dieser Zugang beinhaltet auch, eigenen Neigungen folgen zu können, seine Talente und Begabungen zu erforschen und Interessen zu vertiefen. Besondere Fähigkeiten werden durch spezielle Förderprogramme und Talentsuche bestmöglich unterstützt und ermutigt.
4. Ganzheitliches Prinzip und barrierefreies Denken
Wer sich selbst als Teil eines Ganzen wahrnimmt, ist viel eher in der Lage, Auswirkungen seines Denkens und Handelns auf Systeme zu erkennen und zu hinterfragen. Zusammenhänge sollen erkannt und eingeschätzt werden können. Dies ermöglicht ein Handeln zum Wohle und Fortschritt aller Beteiligten und des Ganzen. Grundlage dafür ist die positive Verbindung und Achtsamkeit mit sich selbst und der Umwelt.
Erst wenn man Zusammenhänge versteht, kann man sich umfassende Gedanken zu verschiedenen Themen machen, Gedanken zu Ende führen und Auswirkungen auf sich, seine Mitmenschen, die Natur und Umwelt sowie auf die Wirtschaft einschätzen. Durch barrierefreies Denken wird erreicht, dass soziale Verantwortung neu verstanden wird.
Das Ziel einer umfassenden Bildung ist unter anderem, ein Verständnis und Interesse für Umwelt, Ethik, Religionen, Spiritualität, ein Verständnis für eigene und fremde Kulturen, soziale Verantwortung und Nachhaltigkeit zu entwickeln.
5. Lebendige Demokratie sichtbar machen
Lerngemeinschaften sollen nach demokratischen Prinzipien organisiert werden. Die eigenständige Teilnahme an gruppendynamischen Prozessen bildet die Grundlage lebendiger Demokratie.
Kommunikation und Spontanität erhöhen das positive Zusammenwirken im Wettbewerb der Ideen. Eine offene Diskussionskultur führt zusammen und lässt Meinungsfreiheit und Vielfalt im Denken zu. Das Erlernen der Diskussions- und Kommunikationskultur auf allen Ebenen, z.B. auch Körpersprache, ist dabei ein wichtiger Faktor.
Mehr direkte Demokratie bewirkt mehr Interesse an Demokratie und fördert das Bewusstsein, dass die eigene Meinung Gewicht hat und Veränderungen bewirken kann.
Minderheitenrechte, Kinderrechte, Aufklärung über Rechte und Pflichten sind wichtige Bestandteile einer Grundbildung.
Verstärkte Gestaltungsmöglichkeiten durch die Wahl von Lernthemen ermöglicht eine Aus- und Weiterbildung nach Begabung und Interesse.
6. Lebenspraktisches Lernen – Alltag bewältigen
Unsere Umwelt, und damit auch unser Alltag, werden immer komplexer. Bildung und Ausbildung in den Bereichen Finanz, Recht, digitales Wissen und Anwendungskompetenz (Tablet, PC, etc.), Körper, Gesundheit, Bewegung und Ernährung sind essentiell.
Auch das Wissen darüber, wie man Wohnen, Haushalt, Freizeit und Berufswahl gestalten kann, ist ein wichtiger Baustein in Bildung und Ausbildung.
Handwerkliches Lernen, Erfahrungen mit allen Sinnen, praktische Fertigkeiten, Möglichkeiten, die Praxis kennenzulernen, ermöglichen einen guten Überblick über Berufe und sind die Basis für eine kreative Lebensgestaltung.
Die Stärkung von Beobachtungsfähigkeit und Reflexion dienen als Basis für die Entwicklung neuer Konzepte in Wirtschaft und Gesellschaft, ebenso als Basis dafür, sich entwickeln und aufsteigen zu können.
7. Gesunder und verantwortungsbewusster Lebensstil
Körperliche und mentale Gesundheit wird gefördert, Eigenverantwortung und Eigenmacht über den Körper erkannt und gestärkt. Es ist wichtig, selbständig Entscheidungen über die eigene Gesundheit treffen zu lernen, wobei Gesundheitssysteme als Dienstleister und Berater zur Verfügung stehen.
Unter „körperlichem Gesundheitswissen“ verstehen wir Wissen über Bewegung und Sport, alternative Heilmethoden, Hausmittel, Körperpflege und Hygiene.
Unter „mentalem Gesundheitswissen“ verstehen wir Wissen über Entspannungsmethoden, Meditation, Gelassenheit, körperliche Nähe, guten Schlaf und Humor.
8. Lernen in, mit und von der Natur und Umweltschutz
Lernen in, mit und von der Natur weckt Wertschätzung für Tiere, Pflanzen, Pilze und andere Lebewesen. Dies erfordert einen häufigen Aufenthalt in der Natur und Beobachtung des natürlichen Geschehens.
Die Natur als Grundlage des Lebens kann nur in „natürlicher Umgebung“ erfahren werden. Dabei wird vermittelt, dass die Wertschätzung von Pflanzen, Tieren und anderen Lebewesen und Lebensräumen wie z. B. Gewässern die Grundlage für ein ganzheitliches Leben sind. Die Sensibilisierung für die Ausbeutung der Natur und das Erkennen der Störungen in natürlichen Kreisläufen, die durch Menschen verursacht werden, ist ein elementarer Grundstein für das erforderliche Umdenken jedes Einzelnen.
Auswirkungen des Handelns auf Natur und Umwelt erfahren und verstehen können, ermöglicht ein Leben im Einklang mit der Natur. Ziel ist es, aktiv für diese Lebensräume die Verantwortung zu übernehmen, die natürliche Ordnung bewahren und wiederherstellen zu lernen. Ziel ist es auch, im Einklang mit Tieren und Pflanzen zu leben und ihnen ihren Platz in der Natur zu bewahren.
9. Sexualpädagogik
Grundsatzerlass Sexualpädagogik – Realität seit 2015
Im Grundsatzerlass Sexualpädagogik 2015 (https://www.bmbwf.gv.at/Themen/schule/schulpraxis/prinz/sexualpaedagogik.html) des damaligen Bundesministeriums für Bildung und Frauen (Gabriele Heinisch-Hosek) wurden die Ziele der WHO für Österreich als Zielvorgabe definiert. Auf dieser Vorgabe bauen grundsätzliche Aufklärungspapiere in Schulen auf.
Plan der WHO und der UNO zur Frühsexualisierung
„International technical guidance on sexuality education“ heißt der offizielle Leitfaden (herausgegeben 2018) für Grundschulen auf der ganzen Welt.
Das erklärte Ziel ist es (Seite 16), „Kinder zu befähigen, […] sexuelle Beziehungen zu entwickeln“. Kindern soll geholfen werden, „Beziehungen mit […] romantischen oder sexuellen Partnern“ aufzubauen (Seite 17).
Wörtlich heißt es: „These skills can help children and young people form respectful and healthy relationships with family members, peers, friends and romantic or sexual partners.“ Es ist für eine Kultur als selbstverständlich vorauszusetzen, dass Pädophilie dem Kindeswohl entgegengesetzt und daher strikt abzulehnen ist. Dennoch ist die Sexualisierung von Kindern ein offizielles Ziel der UN-Agenda 2030.
Erzieher werden im Dokument angewiesen, kleinen Kindern ab dem Alter von 5 Jahren näherzubringen, dass Menschen ihre Liebe und Fürsorge für andere Menschen auf unterschiedliche Weise zeigen, etwa durch Küssen, Umarmen, Berühren und sexuelle Verhaltensweisen. 9-jährige Kinder sollen über Selbstbefriedung, sexuelle Anziehung und sexuelle Stimulation unterrichtet werden.
Die WHO legt einen Zeitplan für die sexuelle Entwicklung von Kindern fest (Standards für die Sexualerziehung in Europa).
- Kinder zwischen 0 und 4 Jahren müssen etwas über Selbstbefriedigung und lustvolle Erfahrung körperlicher Nähe als Teil des menschlichen Lebens lernen und es soll ihnen ermöglicht werden, die eigenen Bedürfnisse, Wünsche und Grenzen ausdrücken, beispielsweise beim „Doktorspiel“.
- Kinder zwischen 4 und 6 Jahren müssen etwas über Selbstbefriedigung lernen und ermutigt werden, ihre sexuellen Bedürfnisse und Wünsche zu äußern.
- Kinder zwischen 6 und 9 Jahren müssen über Geschlechtsverkehr, Sex in den Medien (auch im Internet), heimliche Liebe und Selbststimulierung aufgeklärt werden.
- Kinder zwischen 9 und 12 Jahren sollen befähigt werden, ihre ersten sexuellen Erfahrungen zu machen, mit Pornografie umzugehen und über „Genderorientierung“ aufgeklärt werden.
Mit der geplanten Frühsexualisierung unserer Kinder soll unzweifelhaft Pädophilie salonfähig gemacht und aus dem Strafgesetzbuch eliminiert werden.
Das damit angestrebte Ziel ist die Zerstörung der Familie, des Kindeswohls und damit der Gesellschaft in der bisherigen Struktur und Form.
Es ist unvorstellbar, welches Leid den Kindern durch das Programm der UNO und WHO zugefügt werden soll. Die Familie ist die Keimzelle der Gesellschaft, die grundlegende Einheit, die das soziale Leben und die Werte der Menschen prägt.
Wird diese Zelle untergraben und zerstört, implodiert unsere Gesellschaft und ihre Werte werden an der Wurzel vernichtet.
Und genau das ist das Ziel der globalistischen Agenda, deren Akteure wir mit allen Mitteln des Rechtsstaates schonungslos zur Verantwortung ziehen müssen.
Materialien und Aufklärungsmethoden in Österreich
Auffällig in den angewendeten Publikationen ist, dass hier ein großes Augenmerk auf die Selbstbestimmung von Kindern im frühen Alter gelegt wird. Diese sollen schon sehr früh selbst entscheiden, was diese als „finde ich angenehm“ einstufen. Die Elternrechte werden dabei völlig vernachlässigt, die Rolle der Eltern bei der Sexualerziehung ihrer Kinder findet kaum bis gar keine Berücksichtigung.
Es ist für Außenstehende nicht oder kaum bekannt, mit welchen Mitteln in den Schulen gearbeitet wird. Noch viel weiter im Dunkeln liegt, mit welchen Materialien externen Vortragende in Schulen kommen und welche Weltanschauung und pädagogischen Ansätze deren Organisationen vertreten. Die Qualitätsstandards sind nicht transparent. Obgleich es heißt, es gäbe Überprüfungen durch die zuständigen Landesregierungen (Bildungsdirektionen), fehlt es an klaren Informationen darüber, wie diese Überprüfungen durchgeführt werden und welche Kriterien dabei angewendet werden.
Das diese Überprüfungen fehlen oder am Ziel vorbeispielen, zeigen viele Praxisbeispiele von verstörenden Vorfällen in ganz Österreich.
Mediale Manipulation und Gender–Wahn als Teil der Aufklärung
Gender-Wahn: Randgruppenideologisierung
Auf Basis der Gender-Ideologie behaupten Transgender-Aktivisten, das Geschlecht sei sozial konstruiert und daher beliebig veränderbar. Bei Geburt werde das biologische Geschlecht eines Kindes vom Arzt oder von den Eltern lediglich zugewiesen.
Diese Behauptung hat weitreichende Konsequenzen:
Wenn die Geschlechtszugehörigkeit nicht an biologische Tatsachen geknüpft ist, wird sie zu einer reinen Willensbekundung. Die persönliche „Geschlechtsidentität“ hängt dann vom jeweils aktuellen Gefühlszustand ab und wird damit bedeutungslos.
Folgen:
Biologische, verhaltenspsychologische und anthropologische Forschungen werden unmöglich. Die Produktion von zum Teil notwendiger geschlechtsspezifischer Medizin, Kleidung und Gebrauchsgegenstände aller Art wird der Diskriminierung verdächtig. Rechtsprechung und Gesetzgebung unterliegen der Gender-Willkür. Die Erziehung des Kindes durch seine Eltern und in Bildungseinrichtungen muss – und wird bereits zunehmend – geschlechtsneutral gestaltet werden, um die „geschlechtliche Wahlfreiheit“ des Kindes zu erhalten.
Getarnt als Antidiskriminierung hat sich Transgender längst seinen Weg in die Schulen und selbst in Kinderkrippen und Kindergärten gebahnt.
Tatsächliche Notwendigkeit von Geschlechtertransition und Folgen früher medizinischer Interventionen:
Es mehren sich die kritischen Stimmen, die vor zu schnell und leichtfertig gestellten Diagnosen warnen. Insbesondere psychisch labile Kinder und Jugendliche würden regelrecht in diese Richtung ermuntert. Aus Angst, als transphob zu gelten, verschreiben Ärzte Hormonblocker und gegengeschlechtliche Hormone, statt nach den eigentlichen Ursachen zu suchen und diese zu therapieren.
Einige Ärzte könnten aber auch durch finanzielle Interessen angetrieben sein: Der Bochumer Lehrstuhl für pädiatrische Endokrinologie und Diabetologie von Prof. Annette Richter-Unruh, die an der Bochumer Uniklinik Jugendliche mit Pubertätsblockern behandelt, wird vom Pharmaunternehmen Ferring finanziert und dieser wiederum produziert: Pubertätsblocker.
Grundsätzliche herzustellende Rechtslage für den schulischen Unterricht
Der Schulleiter ist verpflichtet, für die Einhaltung aller Rechtsvorschriften zu sorgen.
Inhalte der Sexualpädagogik müssen unterrichtskonform sein, nicht Grundsatzerlass-konform:
Die Schule ist Teil des Staates und hat die Rechtsordnung genau zu befolgen.
Folglich stehen gewisse Grundannahmen im Widerspruch zur Rechtsordnung / gesetzlichen Aufgabenerfüllung des Staates: Unmündige als sexuelle Wesen oder als Zielpersonen einvernehmlicher sexueller Beziehungen anzusehen, widerspricht dem geltenden strafrechtlichen Grundsatz der „sexuellen Selbstbestimmungsunfähigkeit“ (Hintergrund: Pädophilie, mangelnde Einsichts- und Urteilsfähigkeit hinsichtlich geschlechtlicher Vorgänge). Folglich sind im Hinblick auf Unmündige besondere Schutzpflichten seitens der Schule erforderlich und der Unterrichtsinhalt darf nicht dazu beitragen, dass Unmündige ihre gesetzlich geschützte „Selbstbestimmungsunfähigkeit“ aufgeben.
Elternrechte und Elternkompetenzen stärken
Persönlichkeitsentwicklung ist primäre Ersterziehungsaufgabe der Eltern, jedoch kein kognitiver Bildungsinhalt der Sexualpädagogik; Schule hat nur sekundäre Miterziehungsverantwortung in Sachen Persönlichkeitsbildung (§ 47 SchUG). Der Grundsatzerlass Sexualpädagogik ist kein Gesetz, er betrifft nur Lehrer, nicht Schüler.
Jedes Kind in Österreich hat das Recht auf indoktrinationsfreie Lehrstoffvermittlung sowie Achtung der elterlichen weltanschaulichen oder religiösen Überzeugungen.
Die Sexualerziehung ist ohne Zweifel ein Unterrichtsbereich, der religiöse oder weltanschauliche Fragen berührt. Manche Passagen des Grundsatzerlasses erscheinen als weltanschaulich tendenziös und könnten daher als Verstoß gegen das Indoktrinationsverbot und damit als Einschränkung des Elternrechts gemäß Art 2 2. Satz 1. ZPEMRK gewertet werden.
Schließlich heißt es in § 2 Schulorganisationsgesetz: „Die österreichische Schule hat die Aufgabe, an der Entwicklung der Anlagen der Jugend nach den sittlichen, religiösen und sozialen Werten sowie nach den Werten des Wahren, Guten und Schönen durch einen ihrer Entwicklungsstufe und ihrem Bildungsweg entsprechenden Unterricht mitzuwirken. Sie hat die Jugend mit dem für das Leben und den künftigen Beruf erforderlichen Wissen und Können auszustatten und zum selbsttätigen Bildungserwerb zu erziehen.“
Stopp kindeswohlgefährdender Frühsexualisierung
Sexualisierung und Geschlechteridentität sind sehr sensible Themen, die in der Familie am besten aufgehoben sind – und nicht beim Staat oder irgendwelchen ideologisch behafteten Organisationen. Daher soll und muss auch in der Familie individuell entschieden werden, wann und wie Kinder mit diesen Themen in Berührung kommen. Hier ist eine rote Linie zu ziehen. Schon gar nicht dürfen diese Inhalte von politischen Parteien und deren Vertretern zum Eigenzweck instrumentalisiert werden. Daher fordert die MFG entschlossen:
- Sofortiger Stopp kindeswohlgefährdender Inhalte in der Sexualpädagogik und eine weitgehende Evaluierung aller Materialien in sämtlichen Bildungseinrichtungen und aller im Einsatz befindlichen Organisationen, die unter dem Deckmantel der Prävention übergriffige Aufklärungsarbeit durchführen.
- Sämtliche Organisationen und Vereine, welche einseitige Ideologien verbreiten, müssen sich einer genauesten Prüfung unterziehen. Stichwort: Leumund und Vorbestrafung.
- Keine bewusste oder proaktive Sexualpädagogik in elementarpädagogischen Einrichtungen.
- Im Rahmen des Unterrichts sollen die Kinder sehr wohl über die biologischen Erkenntnisse und Funktionen des eigenen Körpers und der Fortpflanzung sensibel informiert werden. Das entspricht ihrem natürlichen, altersgerechten Wissensdurst. Darüber hinaus gehende Inhalte wie z.B. visuelle Darstellung und Erklärung von Sexpraktiken und Selbstbefriedigungsmethoden dürfen nicht Gegenstand der Sexualpädagogik in diesem Alter sein. Dies kann zu Verwirrung, Desorientierung und Verstörung führen. Darüber gibt es bereits Erfahrungsberichte.
- Eltern sind bei Fragen der Kinder in die Arbeit einzubeziehen. Aufklärung ist zu einem großen Teil an die Eltern und den Familienverbund zu übergeben. Der sexualpädagogische Unterricht erfordert daher ein Zusammenwirken mit den Eltern entsprechend „ihrer eigenen religiösen und weltanschaulichen Überzeugungen“.
- Eine Grenzziehung zum Missbrauch findet in den derzeitigen Erlässen und Richtlinien nicht ausreichend statt. Wir fordern daher, dass die aktuellen Erlässe überarbeitet, Unklarheiten beseitigt und notwendige Bestandteile ergänzt werden, um die Ganzheitlichkeit dieses sensiblen Bereichs sicherzustellen. Sexualpädagogik soll positiv dazu beitragen, dass Kinder und Jugendliche sich zu beziehungsfähigen, seelisch, psychisch und körperlich gesunden Erwachsenen entwickeln können.
- Materialien und Aufklärungssetting müssen kindergerecht und ohne wirtschaftliche Hintergründe zur Verfügung gestellt werden. Die Umsetzung der Sexualpädagogik an den Schulen darf daher nicht den Schwerpunkt auf sexuelle Praktiken legen, sondern muss in ihrer Ganzheit durchgeführt und vermittelt werden. Dies fordert die Einbeziehung aller biologischen, psychologischen, gesellschaftlichen, emotionalen, seelischen und kognitiven Aspekte im Unterricht. Liebe, Vertrauen, Charakterbildung und Beziehungsfähigkeit sind dabei zentrale Bestandteile.
- Es braucht in Bildungseinrichtungen kontrollierte Handynutzung und Bewusstseinsbildung im Zusammenhang mit schädlichen Inhalten für Kinder. Im Alter von 6 bis 10 Jahren sind Kinder nicht entscheidungsfähig bzw. können die Folgen ihrer Entscheidungen nicht abschätzen. Die österreichischen Jugendschutzgesetze bilden eine Grundlage für die restriktive Verbreitung von pornografischen Inhalten und müssen daher auch zum Schutz unserer Kinder Anwendung finden.
- Zum Schutz unserer Kinder vor sexueller Gewalt muss das tatsächliche Bestreben sein, Kinderpornographie zu unterbinden und weltweite Netzwerke aufzudecken. In Zeiten von Message Control und Digital Services Act sollte es die Hauptaufgabe der Europäischen Kommission sein, Unrecht an unseren Kindern zu verhindern, anstatt die freie Meinungsäußerung zu kontrollieren und Inhalte zu zensieren.
10. Erwachsenenbildung
Bildung ist in allen Bereichen und Lebensphasen ein zentraler Bestandteil. Wer leicht Zugang zu Bildung hat, kann leichter am gesellschaftlichen, beruflichen und politischen Leben teilhaben. Beruf und Bildung müssen zeitlich und finanziell vereinbar sein. Durch leistbare Ausbildungen, steuerliche Begünstigungen, dem Ausbau der Bildungskarenz und Selbsterhalterstipendien soll dies ermöglicht werden.
Bildung beeinflusst nicht nur wesentlich die berufliche Laufbahn, sondern auch die persönlichen Entwicklungs- und Entfaltungsmöglichkeiten.
Bildung soll nicht nur für den Beruf, sondern auch für das persönliche Wohlbefinden stattfinden. Eine Pädagogik, die auch Gefühle zulässt und die Menschen dort abholt, wo sie gerade stehen, ermöglicht ein besseres Verständnis für sich selbst und die Gesellschaft.
Durch Bildungstransfer zwischen den Generationen kann auch der Wissens- und Erfahrungsschatz für jüngere Generationen zugänglich und nutzbar gemacht und dadurch auch Achtung und Respekt vor älteren Menschen gefördert werden.
Auch in der Erwachsenenbildung ist eine Kultur des Ausprobierens und Scheiterns wesentlich. Ebenso ist ein Lernumfeld, das geprägt ist durch Vertrauen und Geborgenheit, für erfolgreiches Lernen wichtig.
Lebenslanges Lernen beinhaltet nicht nur institutionelles Lernen, sondern auch informelles Lernen an unterschiedlichsten Lernorten wie z. B. in Vereinen.
Lehrinhalte sollen unterstützend über Praktika und Exkursionen vermittelt werden. Dadurch bekommen Inhalte mehr Praxisbezug und erleichtern den Aufbau von theoretischem Fachwissen.
Chancengleichheit, Barrierefreiheit, das Einbauen von neuen Lernformen, Förderung von Bildungsbenachteiligten und eine umfassende Bildungsberatung sind das Fundament zur Verwirklichung von lebenslangem Lernen.
11. Forderungen für unsere Jugendlichen
- Schaffung und Erhalt von betreuten Jugendzentren in den Bezirken – mit Gewaltpräventionsprojekten, Kommunikationsgruppen.
- Ausbau der Straßen Sozialarbeit flächendeckend
- Unterstützung beim Einreichen diverser kreativer Ideen, zum Beispiel der Umsetzung von Jugendevents
- Aufleben traditioneller Vereinskultur in den Gemeinden – FF, Fußball (Alkoholverbot)
- Auffangen derjenigen Jugendlichen, die nicht eingebunden sind im Vereinsleben, alternatives Angebot.
- Kostenfreies Trainingsangebot zur körperlichen und seelischen Stabilität
- Ernährungsberatung in und außerhalb der Schulen
- Drogenprävention in der Schule und in den Gemeinden
- Ausbildung von Jugend Coaches als zusätzliche Vertrauenspersonen in den Gemeinden und Schnittstelle zwischen Familie, Schule, Gemeinde und Jugend.
- Sexualaufklärung ab der 5. Schulstufe, jährlich, da es noch immer so viele jugendliche Mütter gibt.
- Ressourcenabhängige Weiterbildung in praktischen Tätigkeiten wie Nähen, Tischlern, Garteln, …nicht nur in der Schule. Buddysystem in der Gemeinde.
- Austauschsemester (zumindest 3 Monate) in einem anderen EU-Land zur Erweiterung der Sichtweise und zum Kennenlernen und Respektieren fremder Kulturen. Überwindung von Fremdenhass!
- Erlernen von wirtschaftlichen Kernkompetenzen (Haushaltsplanung, Schuldenvermeidung, Zeitmanagement -> Schnittstelle zur Schule) – Wissen um Rechte und Pflichten der Jugendlichen!
