MFG OÖ: Unternehmerische Lösung statt politischem Steckerltauschen beim Flughafen Linz

Feb. 10, 2026 | Allgemein

LAbg. Aigner (MFG) fordert unternehmerische Lösung statt weiterer Politisierung des Flughafens

 

Angesichts der aktuellen Diskussionen rund um Flugabgabe, Eigentümerstruktur und weitere öffentliche Zuschüsse für den Flughafen Linz fordert die MFG Oberösterreich einen klaren Kurswechsel: weg von politischer Verwaltung, hin zu echter wirtschaftlicher Führung.

Hintergrund der Debatte ist die Frage, wie der defizitäre Flughafen Linz künftig geführt werden soll. Aktuell steht im Raum, dass das Land Oberösterreich die Anteile der Stadt Linz übernehmen könnte. Aus Sicht der MFG würde ein solcher Schritt jedoch keine strukturelle Lösung darstellen, sondern ein bloßes Verschieben politischer Verantwortung.  „Aus Sicht der MFG beginnt wirtschaftliche Führung nicht bei Steuern, sondern bei Strukturen, Zuständigkeiten und tragfähigen Geschäftsmodellen“, betont LAbg. Joachim Aigner, MFG-OÖ Landesparteiobmann. „Ein möglicher Verkauf der Anteile der Stadt Linz an das Land Oberösterreich wäre nichts anderes als ein politisches Steckerltauschen, solange damit keine echte wirtschaftliche Neuaufstellung verbunden ist. Politik kann Wirtschaft nicht – und genau deshalb wird seit Jahren Geld verwaltet, statt Verantwortung übernommen.“

Statt einer vollständigen Übernahme durch das Land schlägt Aigner daher einen anderen Weg vor: Die Anteile der Stadt Linz sollen an ein Unternehmer-Konsortium abgegeben werden, das den Flughafen wirtschaftlich führt und nicht politisch verwaltet.

„Wenn wirtschaftliche Führung gefragt ist, braucht es unternehmerische Verantwortung – nicht noch mehr Politik“, so Aigner.

 

Steuersenkung ersetzt keine Strategie

Zur parallel geführten Debatte über eine mögliche Senkung der Flugabgabe hält die MFG fest: In Österreich beträgt diese seit 2020 regulär 12 Euro pro abfliegendem Passagier, für Kurzstrecken unter 350 Kilometern gilt eine erhöhte Abgabe.

„Die Entscheidung, ob jemand von Linz, Wien, München oder Salzburg fliegt, fällt nicht wegen 12 Euro am Ticket, sondern wegen Angebot, Frequenz, Anschlussmöglichkeiten, Komfort und Verlässlichkeit“, stellt Aigner klar. „Eine Steuersenkung ersetzt keine Strategie.“

 

Gerade vor dem Hintergrund des Landesrechnungshof-Berichts wäre es aus Sicht der MFG unseriös, den Eindruck zu erwecken, man könne mit einzelnen Steuermaßnahmen jahrelanges strategisches Versagen reparieren. Wer den Flughafen Linz nachhaltig stärken will, muss endlich über Führung, Verantwortung und wirtschaftliche Konzepte sprechen – nicht über politische Symbolmaßnahmen.

 

Rückfragehinweis:
MFG Oberösterreich

(+43 732) 7720 – 17402
presse-ooe@mfg-oe.at
www.klubmfg-ooe.at

 

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