MFG fordert Gesamtstrategie der Umfassenden Landesverteidigung – militärisch, zivil, wirtschaftlich, geistig

Jan. 22, 2026 | Allgemein, Innenpolitik

Wehrdienst-Debatte: Mehr Resilienz statt bloßer Dienstzeit-Verlängerung

 

Wehrdienstkommission und den darauf folgenden politischen Aussagen neu entfacht. Im Raum stehen mehrere Modelle mit längerer Gesamtdauer aus Grundwehrdienst und verpflichtenden Milizübungen – parallel dazu auch eine Ausweitung des Zivildienstes. Aus Sicht der MFG greift diese Diskussion jedoch zu kurz, wenn sie sich auf die bloße Frage der Dauer des Wehrdienstes verengt. Entscheidend ist nicht, wie viele Monate junge Menschen einrücken, sondern wofür und mit welchem sicherheitspolitischen Ziel.

Wer heute über Wehrpflicht spricht, spricht nicht mehr über Panzerschlachten wie im Kalten Krieg, sondern über Resilienz: Funktionieren unsere Behörden in der Krise? Sind Energie, Versorgung und Infrastruktur geschützt? Können wir im Cyberraum reagieren? Und haben wir genug Personal für Objektschutz und Katastrophen?

Die MFG hält deshalb wenig von Symbolpolitik, die nur an der Dienstzeit dreht. Notwendig ist eine Gesamtstrategie der Umfassenden Landesverteidigung – militärisch, zivil, wirtschaftlich und geistig. Dazu gehört ein realistischer Landesverteidigungsplan, der umgesetzt und kontrolliert wird, sowie ein Bundesheer, das ausgerüstet, ausgebildet und personell aufgestellt ist.

Reformen müssen jungen Menschen erklären können, warum ihr Dienst sinnvoll ist: nicht als Selbstzweck, sondern als Beitrag zur Sicherheit, zum Schutz kritischer Infrastruktur und zur Katastrophenhilfe. Das ist die Messlatte.
Ing. Robert Glaubauf, MFG-Österreich Bundesparteiobmann

 

Rückfragehinweis:
MFG Österreich

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